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RC Skyline schickt Hilfe in die Lombardei

Frankfurts internationaler Club arbeitet mit RC Brescia zusammen

Fast die Hälfte der italienischen Corona-Opfer lebten in der Lombardei: Dabei ist Bergamo weltweit zum Inbegriff für das europäische Epizentrum der Epidemie geworden. Dass die Nachbarprovinz Brescia genauso hart getroffen ist, aber weit weniger Aufmerksamkeit erhält, rief nun die Rotarier des international ausgerichteten RC Frankfurt-Main-Skyline auf den Plan. Brescia verzeichnet Hunderte Neuinfektionen, zu den bisher zweieinhalbtausend Todesfällen kommen immer mehr medizinische Mitarbeiter aus den örtlichen Kranken- und Pflegeeinrichtungen. 36 Ärzte sind bereits unter den Opfern. Der Mangel an geeigneten Schutzmasken wird zum Überlebensrisiko für das dortige Krankenhauspersonal und Rettungssanitäter.

Buchstäblich über Nacht haben sich die Frankfurter Rotarier eingesetzt, ihrerseits Freundschaften und berufliche Partnerschaften genutzt: Das Ziel – helfen statt reden. Klinikpersonal sichern dort, wo akut die meisten Helfer bedroht sind. So gelang es Stephan Willms, unter schwierigen Bedingungen innerhalb von 72 Stunden Schutzmasken auf dem Weltmarkt zu organisieren und schnellstmöglich in die Lombardei zu schicken. Der Club sammelte im selben Zeitraum aus den eigenen Reihen die beachtliche Summe von 17.500 € Spenden.

„Wir sind stolz, dass unsere Mitglieder rückhaltlos in diese Aktion reingesprungen sind. Natürlich wissen wir um Ressentiments italienischer Zeitungen gegen Deutschland und hiesige Stereotypen über Italien. Aber Rotary hat für dieserart Befindlichkeiten keinen Platz und wir Rotarier keinen Sinn. Darauf sind wir stolz“, sagte Markus Schrick, Präsident des RC Frankfurt-Main-Skyline. Er hob das Engagement der Verantwortlichen hervor.   Skylines Past President Chiara Zilioli, die neben anderen Clubmitgliedern auch persönliche Verbindungen zu Norditalien hat, organisierte die Zusammenarbeit mit dem RC Brescia und seinem Clubpräsidenten Carlo Braga.  Die Situation in der Lombardei sei unvorstellbar: „Wir können nicht zusehen, wie dort unter unwürdigsten Umständen gestorben wird. Ich bin froh, dass Rotary hier eine kleine Brücke baut. Zwischen Deutschland und Italien“, sagte Chiara Zilioli.

Die Rotarier von Brescia organisieren die Verteilung an die Betroffenen, besonders an das Hospital Croce Bianca und an Rettungsdienste. Zur Übergabe gab es am 27. April ein gemeinsames virtuelles Meeting der beiden Clubs. Die Schilderungen der neu gewonnenen Freunde über die dramatische Situation, die scheinbare Ausweglosigkeit wenn nachts außer dem Geräusch der Ambulanz-Wagen nichts zu hören sei und die Menschen in ihren Wohnungen fürchten, das Telefon klingele als Überbringer schlechter Nachrichten, diese  sehr persönlichen Einblicke berührten die Frankfurter zutiefst.

Die Verbindung der Clubs ist geknüpft, die Rotarier wollen sich auch künftig nicht gegenseitig aus den Augen verlieren. (ug )